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Meta stellt teure Smartglasses vor – AI-Progress bleibt hinter den Erwartungen zurück

Meta hat bei ihrer Connect-Konferenz mit einem hohen Aufwand die neuen Ray-Ban-Smartbrillen im Wert von 800 Dollar vorgestellt – doch die vielversprechende KI-Strategie des Unternehmens blieb weitgehend im Hintergrund. Die Brillen verfügen über eine eingebaute Anzeige, die Textnachrichten, Karten und Untertitel über die reale Welt projiziert. Dennoch fehlten deutliche Fortschritte in der KI-Technologie, die diese Geräte eigentlich antreiben soll. Einzig ein kurzer, instabiler LiveAI-Demo-Test, bei dem die Brille als Echtzeit-Assistent fungieren sollte, wurde gezeigt – Zuckerberg schob den technischen Fehler auf die schlechte WLAN-Verbindung im Veranstaltungsort. Ein weiterer Blick in die Zukunft zeigte eine neue Metaverse-Funktion, bei der Nutzer mit einfachen Texteingaben komplexe 3D-Welten in den Quest-Headsets generieren können. Doch hinter dem glänzenden Auftritt steht ein tiefgreifender Umbau. Wenige Monate nach der Neuausrichtung seiner KI-Strategie hatte Mark Zuckerberg im Juni eine neue „Superintelligence“-Einheit ins Leben gerufen, um fortschrittliche KI-Systeme zu entwickeln, die menschliche Kreativität und Verbindungen fördern sollen. Dazu investierte Meta Milliarden – inklusive eines mehr als 14 Milliarden Dollar schweren Kaufs von fast der Hälfte von Scale AI und massiven Gehaltspaketen, um Spitzenkräfte von Konkurrenten zu gewinnen. Insgesamt rechnet das Unternehmen mit bis zu 72 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur in diesem Jahr. Trotzdem bleibt die sichtbare Ausstrahlung der Technologie begrenzt. Der neue Leiter der Superintelligence-Abteilung, Alexandr Wang, räumte ein, dass der Aufbau einer ganzen KI-Laboreinheit in nur 60 Tagen „erstaunlich“ sei – aber auch, dass die Ergebnisse noch nicht auf der Bühne erscheinen. In einem internen Memo löste er eine der größten KI-Umbauten in der Unternehmensgeschichte aus: Ein Großteil der früheren AGI-Arbeit wurde aufgelöst, Mitarbeiter in vier neue Teams (Forschung, Produkte, Training, Infrastruktur) umgegliedert. Selbst Yann LeCun, Meta’s Chief AI Scientist, berichtet nun direkt an Wang. Ein neuer Elite-Labor-Bereich namens TBD soll völlig neue KI-Modelle entwickeln. Obwohl die Brillen bereits in wenigen Wochen erhältlich sind, wird der Markt bald mit Konkurrenz konfrontiert: Google arbeitet an eigenen KI-Brillen mit Display, OpenAI kooperiert mit Jony Ive an einem tragbaren KI-Gerät, Snap plant holographische AR-Brillen und Amazon hat bereits smarte Brillen für Anrufe und Musik im Angebot. Meta steht somit vor einem harten Wettbewerb – mit viel Geld, aber noch wenig greifbarem Ergebnis. Die Frage bleibt: Wann zeigt das Unternehmen endlich etwas, das die KI-Hype-Rechtfertigung verdient? Industrieanalysten halten den Schritt für notwendig, aber vorsichtig. „Meta baut den Grundstein für die Zukunft – aber die Demo-Show ist noch nicht da“, sagt ein Experte für KI-Entwicklung. Die Umstrukturierung zeigt Ambition, doch die Umsetzung wird entscheidend sein. Mit Wangs Fokus auf Geschwindigkeit und Integration könnte Meta doch noch die Führung in der nächsten KI-Ära übernehmen – wenn es die Technologie auch wirklich liefert.

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