Zuckerberg erhält grünes Licht für massiven AI-Aufwand von Meta
Meta-Chef Mark Zuckerberg erhält von der Wall Street grünes Licht für eine weitere massive Investition in künstliche Intelligenz (KI). Im vierten Quartal 2025 übertraf das Unternehmen sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnerwartungen, wobei der Umsatz um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stieg – getrieben von der Online-Werbung. In der Folge stiegen die Meta-Aktien nach der Bilanzveröffentlichung um bis zu zehn Prozent im After-Hours-Handel. Zentraler Punkt der Präsentation war die Ankündigung, dass die Kapitalausgaben für KI im Jahr 2026 zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar liegen sollen – nahezu doppelt so hoch wie im Vorjahr, als Meta seine KI-Abteilung neu aufbaute. Zuckerberg betonte auf der Ergebnispräsentation, dass Meta weiterhin „sehr erheblich“ in Infrastruktur investieren werde, um führende KI-Modelle zu trainieren und „persönliche Superintelligenz“ für Milliarden Menschen und Unternehmen weltweit bereitzustellen. Diese Vision wird durch einen massiven Ausbau von Rechenzentren untermauert, der als Grundlage für aktuelle und zukünftige KI-Projekte dient. CFO Susan Li bestätigte, dass das Unternehmen weiterhin „kapazitätsbeschränkt“ sei: Die Nachfrage nach Rechenleistung steige schneller als die Verfügbarkeit, auch nachdem Teams im Jahr 2025 erhebliche Fortschritte bei der Infrastrukturausbau erreicht hätten. Ein zentrales Element der Strategie ist die 2024 erfolgte Übernahme von Scale AI für 14,3 Milliarden Dollar, die den KI-Experten Alexandr Wang und sein Team nach Meta brachte. Wang leitet nun die interne KI-Einheit „TBD“, die an einem neuen Großmodell namens „Avocado“ arbeitet – einem potenziellen Nachfolger der Llama-Serie. Zuckerberg betonte, dass die ersten Modelle zwar gut sein würden, aber vor allem die schnelle Entwicklung und der kontinuierliche Fortschritt zählten. „Wir werden nicht nur ein Produkt launchen, sondern viele Dinge bauen“, sagte er. Die Frage bleibt, ob Meta in 2026 neue, marktreife KI-Produkte vorlegen kann, die Umsätze generieren. Bisher hat Zuckerberg keine klare monetäre Strategie genannt. Dennoch genießt er breite Unterstützung, da der Kerngeschäftsbereich – die mobile Werbung – weiterhin stabil und profitabel bleibt. Solange die Werbeumsätze weiterhin Milliarden in die Kassen spülen, wird die Wall Street die hohen KI-Ausgaben tolerieren. Industrieanalysten sehen in der Strategie eine riskante, aber notwendige Wette: „Meta baut nicht nur eine KI-Plattform, sondern eine gesamte Ökonomie um die eigene Infrastruktur“, sagt ein Experte von Gartner. „Wer die Rechenleistung kontrolliert, kontrolliert auch die Zukunft der KI.“ Mit seiner KI-Offensive positioniert sich Meta als ernstzunehmender Konkurrent zu Google und OpenAI.
