Zuckerberg verliert Milliarden durch Meta-AI-Ausgaben
Mark Zuckerberg verlor nach der Veröffentlichung von Meta’s Quartalszahlen rund 29,2 Milliarden US-Dollar, was ihn auf Platz fünf der Bloomberg-Billionärs-Liste rutschen ließ. Sein Vermögen sank auf 235 Milliarden Dollar, nachdem der Aktienkurs des Unternehmens um fast 11 Prozent abgestürzt war. Die Abwärtsbewegung wurde maßgeblich durch die Besorgnis der Anleger über die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) ausgelöst. Meta kündigte an, 2025 zwischen 70 und 72 Milliarden Dollar für KI-Ausgaben zu tätigen – ein Anstieg gegenüber der vorherigen Prognose von 66 bis 72 Milliarden. Im Jahr 2026 sollen die Ausgaben noch weiter steigen, insbesondere in Datacenter, Cloud-Infrastruktur und Gehälter für KI-Forscher im neu gegründeten Meta Superintelligence Labs. Zuckerberg verteidigte die Strategie in einem Analystenaufruf, indem er betonte, dass die Überinvestition in Rechenleistung besser sei als eine Unterversorgung bei einem möglichen KI-Sprung. Selbst im „schlimmsten Fall“ würde Meta vorbereitet sein und nur kurzfristige Abschreibungen hinnehmen müssen, sagte er. Doch die Märkte reagierten skeptisch: Nach der Bekanntgabe der Zahlen fiel die Aktie um fast 9 Prozent, später sogar über 11 Prozent. Auch andere Tech-Giganten stehen unter Druck – Microsoft verzeichnete mit 34,9 Milliarden Dollar Kapitalausgaben im Quartal einen Rekordwert und gab an, dass die Ausgaben bis 2026 weiter steigen könnten. Die Aktie sank zeitweise um 3 Prozent. Analysten wie Peter Berezin von BCA Research sehen darin einen „gelben Warnhinweis“ für die aktuelle KI-Blase. Er warnte, dass der Rückgang der Aktienkurse bei Unternehmen, die massive KI-Investitionen ankündigen, ein Zeichen dafür sei, dass die Begeisterung über die Technologie nachlässt. Wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, drohen erhebliche Abschreibungen. „Wenn Zuck sagt, wir investieren auf Basis des besten Szenarios, weil wir nicht zurückbleiben wollen – das ist gefährlich“, sagte Berezin. „Denn wenn dieses Szenario nicht eintritt, gibt es große Verluste.“ Zuckerbergs bisherige KI-Strategie hatte bereits 2022 zu einem Vermögensverlust von rund 100 Milliarden Dollar geführt, als Meta mit dem Metaverse-Projekt überfordert wurde. Jetzt steht die KI-Offensive unter ähnlichem Druck. Während Alphabet durch starkes Wachstum in Google Cloud und Suchdiensten seinen Aktienkurs stabil halten konnte und Larry Page auf 244 Milliarden Dollar anstieg, verlor Jeff Bezos mit Amazon rund 6,6 Milliarden Dollar. Allerdings stieg Amazon-Aktien um über 13 Prozent, da der Cloud-Service AWS und der dritte Quartalsbericht starke Zahlen zeigten. Die aktuelle Entwicklung unterstreicht, dass die Marktteilnehmer nicht nur die KI-Pläne, sondern auch die Finanzkraft und die Rentabilität der Investitionen kritisch prüfen. Die KI-Revolution bleibt technologisch beeindruckend, doch die Marktpreise reagieren zunehmend auf die Realität der hohen Kosten und ungewissen Renditen.
