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Chinesischer Roboter R1 von Ant Group als Tesla-Optimus-Rivale

Der chinesische Tech-Riese Ant Group, der hinter dem Zahlungsplattform Alipay steht, hat auf der IFA 2025 in Berlin erstmals seinen humanoiden Roboter R1 vorgestellt – als direkten Konkurrenten zu Teslas Optimus. Unter dem Namen Shanghai Ant Lingbo Technology Co. präsentierte das Unternehmen den Roboter, der in Videos bei der IFA und der Inclusion Conference in Shanghai vor Publikum in der Küche tätig wurde. Im Fokus stand eine Demonstration, bei der R1 Shrimps zubereitete – ein symbolischer Schritt, der die Fähigkeit zur Interaktion mit Alltagsgegenständen und komplexen Aufgaben wie Kochen zeigen soll. Weitere potenzielle Einsatzfelder nennt das Unternehmen: Begleitung und Pflege im Gesundheitswesen, Roboter-Guides im Tourismus oder Unterstützung in gastronomischen Einrichtungen. Der Roboter verfügt über eine menschenähnliche Gestalt und soll durch Kombination von künstlicher Intelligenz und fortschrittlicher Sensorik autonom agieren können. Ant Group betont, dass R1 nicht nur eine technische Show, sondern ein Schritt in Richtung praktischer Anwendung im Alltag sein soll. Bisher hat das Unternehmen jedoch weder einen Verkaufszeitpunkt noch einen Preis genannt. Stattdessen wird der Roboter derzeit in Pilotprojekten in Gemeindezentren und Restaurants getestet, um seine Stabilität und Funktionalität in realen Umgebungen zu überprüfen. Trotz der beeindruckenden Präsentation im Rahmen von Messen bleibt die tatsächliche Leistung von R1 bislang unklar. Ein Video von der IFA zeigt den Roboter, der eine Kiste auf eine Arbeitsfläche stellt – eine Bewegung, die so langsam verläuft, dass sie selbst einen Faultier in den Schatten stellt. Diese Verzögerung wirft Zweifel an der praktischen Einsatzfähigkeit auf, insbesondere im Vergleich zu anderen humanoiden Robotern wie Tesla Optimus oder Boston Dynamics’ Atlas, die bereits deutlich flüssigere Bewegungen demonstrieren konnten. Experten warnen daher vor überzogenen Erwartungen und betonen, dass der Erfolg eines solchen Roboters letztlich davon abhängt, wie gut er in dynamischen, unvorhersehbaren Umgebungen funktioniert – und nicht nur in kontrollierten Vorführungen. Industrieanalysten sehen in R1 jedoch ein klares Signal: Ant Group will sich nicht nur im Finanzsektor, sondern auch in der Robotik und künstlichen Intelligenz etablieren. Mit Jack Ma als ehemaligem Gründer und Inspirationsquelle des Unternehmens, das traditionell auf digitale Zahlungen fokussiert war, markiert R1 einen strategischen Sprung in die physische Automatisierung. Ob R1 jedoch als echter Marktführer bestehen kann, hängt entscheidend von der Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und Zuverlässigkeit ab – Aspekte, die bisher noch nicht nachgewiesen sind. Bis dahin bleibt R1 ein interessanter, aber vorsichtig zu bewertender Prototyp aus dem Schatten eines globalen Tech-Imperiums.

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