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YouTube-Chef: KI-Spur erkennt künstliche Ähnlichkeiten von Content-Creators

YouTube-Chef Neal Mohan hat in einem Gespräch im „All-In-Podcast“ vom 8. Oktober offenbart, dass Kreativschaffende zunehmend Angst vor der Nutzung von KI haben – insbesondere vor der Nachahmung ihrer persönlichen Ähnlichkeit. Laut Mohan ist das eigene Äußere, die Stimme oder der charakteristische Stil für YouTuber, Musiker und Künstler ihre wertvollste Ressource. Besonders beunruhigend sei die Entwicklung von KI-generierten Doppelgängern, die echte Persönlichkeiten nachbilden, ohne deren Zustimmung. Dies sei ein zentrales Anliegen in der Kreativwirtschaft, ob in Hollywood oder auf YouTube. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, arbeitet YouTube an einem neuen System zur „Likeness Detection“ – einer KI-basierten Erkennungstechnologie, die automatisch identifiziert, ob ein Video eine künstlich generierte Version einer Person enthält. Das System soll den Urhebern die Kontrolle über ihre digitale Identität zurückgeben: Entweder kann der Inhalt abgeschaltet werden, oder der Creator entscheidet, ob er die Nutzung monetarisieren möchte. „Die Kreativen müssen die Wahl haben“, betonte Mohan. Dieser Ansatz verbindet Sicherheit mit Flexibilität und unterstreicht YouTube’s Bemühungen, Vertrauen in die Plattform zu stärken. Zugleich setzt YouTube auf Transparenz: Seit Kurzem werden Videos, die mit KI erstellt wurden, automatisch gekennzeichnet. Diese Maßnahme soll Nutzern helfen, zwischen echt und künstlich zu unterscheiden. Gleichzeitig fördert YouTube die Nutzung von KI in bestimmten Bereichen – etwa durch neue Tools für Audio-Podcaster, die den Einstieg auf die Plattform erleichtern. Parallel dazu hat OpenAI mit Sora 2 eine erweiterte Version seines KI-Video-Generators vorgestellt, was die Dynamik auf dem Markt weiter beschleunigt. Einige der größten Kreativen sind dennoch besorgt. MrBeast, der weltweit bekannteste YouTuber, warnte in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter), dass die zunehmende Qualität von KI-Inhalten die Existenz vieler Künstler gefährden könnte. „Wenn KI-Videos genauso gut sind wie echte, frage ich mich, was das für YouTube und die Millionen von Kreativen bedeutet, die davon leben“, schrieb er. Seine Worte spiegeln eine tiefgreifende Angst wider: die Verdrängung menschlicher Kreativität durch maschinelle Nachahmung. Industrieanalysten sehen in Mohans Initiative einen entscheidenden Schritt, um das Vertrauen in KI-gestützte Inhalte zu bewahren. Die Kombination aus Erkennung, Kontrolle und Transparenz könnte ein Modell für andere Plattformen werden. YouTube positioniert sich damit nicht als Gegner der KI, sondern als Regulierer, der Innovation mit Schutz der Urheberrechte verbindet. Für Kreative bedeutet das: mehr Sicherheit, aber auch neue Herausforderungen bei der Wahrung ihrer Identität in einer digitalen Welt, die immer besser nachahmt.

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