Nvidia investiert 2 Milliarden Dollar in CoreWeave für AI-Rechenzentren
Nvidia hat bekannt gegeben, dass es 2 Milliarden US-Dollar in CoreWeave investiert, um die Expansion der Datenzentren-Infrastruktur des Unternehmens zu beschleunigen. Ziel ist es, bis 2030 mehr als fünf Gigawatt an künstlicher Intelligenz-Rechenleistung bereitzustellen. Die Investition erfolgt in Form des Kaufs von Class-A-Anteilen von CoreWeave zu einem Preis von 87,20 US-Dollar pro Aktie. Die Partnerschaft zielt darauf ab, gemeinsam sogenannte „AI-Factories“ – spezialisierte Datenzentren – zu bauen, die auf Nvidia-Produkten basieren. CoreWeave wird zukünftig zentrale Nvidia-Technologien wie die neue Rubin-Chip-Architektur (die die aktuelle Blackwell-Architektur ersetzen soll), Bluefield-Speichersysteme und die neue CPU-Plattform Vera in seiner Infrastruktur integrieren. Die Investition unterstreicht die starke strategische Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen, die bereits seit mehreren Jahren eng zusammenarbeiten. Nvidia, der führende Anbieter von GPUs und Accelerated Computing, sieht in CoreWeave einen wichtigen Partner für die Skalierung der AI-Infrastruktur. Jensen Huang, CEO von Nvidia, betonte, dass die KI eine neue Ära einläutet und die weltweit größte Infrastruktur-Expansion in der Geschichte der Menschheit vorantreibt. CoreWeave, so Huang, verfüge über tiefgehendes Fachwissen in der Entwicklung von „AI-Factories“ und könne dank seiner Plattformsoftware und schnellen Umsetzungskapazitäten entscheidend zur Verbreitung von KI beitragen. Michael Intrator, CEO und Mitbegründer von CoreWeave, begrüßte die Erweiterung der Zusammenarbeit und betonte, dass KI nur dann erfolgreich sei, wenn Software, Infrastruktur und Betrieb nahtlos integriert seien. Er verwies auf die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur, die durch Kunden wie OpenAI, Meta und Microsoft belegt sei. CoreWeave, ursprünglich ein Krypto-Mining-Unternehmen, hat sich seit 2017 erfolgreich in einen führenden Anbieter von Cloud-Diensten für KI-Training und -Inference entwickelt. Seit seinem Börsengang im März 2025 hat das Unternehmen mehrere Akquisitionen durchgeführt, darunter Weights & Biases, OpenPipe, Marimo und Monolith. Zudem hat es eine enge Partnerschaft mit OpenAI ausgebaut. Die finanzielle Situation von CoreWeave ist allerdings umstritten: Laut PitchBook betrug die Schuldenlast des Unternehmens im September 2025 18,81 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz im dritten Quartal bei 1,36 Milliarden US-Dollar lag. Die Finanzierung erfolgt vor allem über Schulden, wobei die GPUs als Sicherheit dienen. Intrator verteidigte dieses Geschäftsmodell als notwendig, um auf die „gewaltige Veränderung von Angebot und Nachfrage“ in der KI-Industrie reagieren zu können. Kritiker warnen vor „zirkulären Deals“ in der Branche, doch die aktuelle Partnerschaft mit Nvidia zeigt, dass die Zusammenarbeit weiterhin als zentral für den Ausbau der KI-Infrastruktur gilt. Für Nvidia ist die Investition Teil einer breiten Strategie, mehr als ein Dutzend ähnlicher Beteiligungen in den letzten zwölf Monaten abgeschlossen zu haben. Ziel ist es, den rasanten Fortschritt in der KI-Entwicklung zu unterstützen. Die Nachricht führte zu einem Anstieg der CoreWeave-Aktie um über 15 Prozent. Die Zusammenarbeit soll zudem die Integration von CoreWeave-Software in Nvidias Referenzarchitektur für Cloud-Partner und Unternehmen ermöglichen, was die Reichweite beider Unternehmen weiter erhöht.
