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„Godfather of AI“: Informatik-Studiengänge bleiben wertvoll

Geoffrey Hinton, der als „Vater der Künstlichen Intelligenz“ gilt, betont, dass Informatik-Studiengänge weiterhin langfristig wertvoll bleiben werden – trotz der raschen Entwicklung von KI, die klassische Programmieraufgaben zunehmend übernimmt. In einem Gespräch mit Business Insider unterstreicht er, dass ein Informatik-Diplom weit mehr umfasst als nur das Schreiben von Code. „Viele denken, ein Informatikstudium sei nur Programmieren“, sagt Hinton. „Aber ein kompetenter mittlerer Programmierer wird in Zukunft nicht mehr langfristig eine Berufschance haben, weil KI das bereits erledigen kann.“ Dennoch sieht er in der Informatik eine tiefgreifende Bildung, die Systemdenken, mathematisches Verständnis und Problemlösungskompetenzen vermittelt. Diese Fähigkeiten, so Hinton, sind unverzichtbar und bleiben auch in einer KI-dominierten Zukunft relevant. Seine Ansicht teilen auch andere Tech- und KI-Größen. Bret Taylor, Vorsitzender von OpenAI und Absolvent der Stanford University, bezeichnet ein Informatik-Studium als „extrem wertvoll“, da es mehr als nur Code-Schreiben lehrt – insbesondere das strukturierte Denken und das Verständnis komplexer Systeme. Auch Sameer Samat, Leiter von Android bei Google, plädiert dafür, Informatik stärker als „Wissenschaft des Problemlösens“ zu verstehen, anstatt sich auf technische Routine zu konzentrieren. Hany Farid, Professor an der UC Berkeley, weist darauf hin, dass die spannendsten Karrieremöglichkeiten für Informatikabsolventen heute nicht mehr bei den klassischen Silicon-Valley-Giganten liegen, sondern an der Schnittstelle von Informatik mit anderen Disziplinen: von der computergestützten Arzneimittelentwicklung über medizinische Bildgebung bis hin zu digitaler Humanwissenschaft, kognitiver Neurowissenschaft und computergestützter Politikanalyse. Für Schüler und Studienanfänger rät Hinton, trotz der KI-Revolution weiterhin zu lernen, wie man programmiert. Er vergleicht das Lernen von Code mit dem Erlernen von Latein in der humanistischen Bildung: „Man wird es vielleicht nie im Alltag benutzen, aber es schärft den Geist.“ Sein zentrales Argument: Die entscheidenden Fähigkeiten für die Zukunft sind nicht spezifische Tools oder Sprachen, sondern kritisches Denken, mathematisches Fundament – insbesondere Lineare Algebra, Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie. Diese Grundlagen sind unabhängig von KI-Entwicklungen zukunftssicher. In der Branche wird Hintons Position als realistisch und zukunftsgerichtet bewertet. Experten betonen, dass KI die Ausführung von Aufgaben verändert, aber die Notwendigkeit für tiefes technisches Verständnis und kreatives Problem lösen nicht verringert. Unternehmen wie Google, OpenAI und Stanford investieren weiterhin in fundierte Informatik-Ausbildung, um die nächste Generation von KI-Ingenieuren und -Forschern zu formen. Die Zukunft der Informatik liegt nicht in der Konkurrenz mit KI, sondern in der Fähigkeit, mit ihr zu kooperieren – und dafür braucht es gut ausgebildete, kritisch denkende Fachkräfte.

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