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Autodesk suedet Google wegen Markenverletzung mit „Flow“

Autodesk hat Google vor Gericht gezogen, weil dieses den Namen „Flow“ für seinen kürzlich vorgestellten KI-Videoerzeuger nutzt – ein Vorgehen, das Autodesk als Markenverletzung bezeichnet. Die Klage, die letzte Woche in einem kalifornischen Gericht eingereicht wurde, geht davon aus, dass der Name „Flow“ bereits von Autodesk als geschütztes Markenzeichen für seine eigenen KI-gestützten Film- und 3D-Tools genutzt wird. Autodesk hatte „Flow“ erstmals 2022 als Cloud-Plattform für Filmemacher und Kreative eingeführt und seitdem mehrere Produkte unter diesem Dach lanciert, darunter „Flow Studio“, eine KI-Anwendung, die Live-Aufnahmen in 3D-Szenen umwandelt. Google stellte im Mai 2025 seine eigene KI-basierte Videogenerierungs-App namens „Flow“ vor, was nach Ansicht von Autodesk zu Verwechslungen bei Kunden führen könnte. Laut der Klage hatte Autodesk Google bereits gebeten, den Namen zu ändern, woraufhin Google angeblich erklärte, die Marke nur als „Google Flow“ zu nutzen, nicht aber als eigenständiges „Flow“. Autodesk wirft Google jedoch vor, diese Absicht getäuscht zu haben, da das Unternehmen vor der US-Anmeldung für den Namen „Flow“ eine Markenanmeldung im Königreich Tonga vorgenommen hatte – einem Land, in dem Markenanmeldungen nicht öffentlich zugänglich sind. Diese Strategie, so Autodesk, sei darauf abgestellt, die Markenrechte zu sichern, ohne die öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Die Klage weist auf bereits eingetretene Verwechslungen hin: So seien Nutzer auf sozialen Medien, in Magazinen und sogar Google-Flow-Nutzer bereits die Software als „Flow Studio“ bezeichnet worden, was nach Ansicht von Autodesk zu Verwirrung und Markenverfälschung führe. Autodesk fordert nun, dass Google die Nutzung der Marke „Flow“ untersagt wird, sowie Schadensersatz in unbekannter Höhe. Google hat bislang keine Stellungnahme abgegeben. Industrieanalysten sehen in dem Rechtsstreit ein typisches Beispiel für den zunehmenden Konflikt um Markenrechte in der KI-Ära, wo mehrere Tech-Giganten gleichartige Begriffe für ähnliche Produkte nutzen. Experten betonen, dass die Rechtslage komplex ist, insbesondere wenn Marken in Ländern mit geringer Transparenz angemeldet werden. Autodesk gilt als führender Anbieter in der 3D-Design- und KI-Content-Software, während Google mit seiner KI-Plattform wie Gemini und Google Flow versucht, in den kreativen Markt vorzudringen. Die Entscheidung des Gerichts könnte weitreichende Auswirkungen auf zukünftige Markenstrategien im Bereich KI-Tools haben.

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