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Senat hebt Verbot staatlicher KI-Regulierungen auf

vor 3 Tagen

Bis heute enthielt der von der Trump-Regierung vorgeschlagene Steuergesetzentwurf, auch als „großes, schönes Gesetz“ bezeichnet, eine Bestimmung, die Bundesstaaten für fünf Jahre daran hindern sollte, ihre eigenen KI-Gesetze durchzusetzen. Zudem sollten bis zu 500 Millionen US-Dollar an KI-Fördermittel zurückgehalten werden, falls die Bundesstaaten nicht nachgaben. Dieser Vorschlag löste erhebliche Kontroversen aus und wurde am Dienstag im Rahmen einer intensiven Abstimmungsrunde, die am Montag begonnen hatte, mit 99 zu 1 Stimmen vom Senat entfernt. Die ursprüngliche Version des Vorschlags sah eine zehnjährige Verordnungssperre vor, die später auf fünf Jahre reduziert wurde, wobei Ausnahmen für Gesetze gegen unlautere Handlungsweisen und Kinderpornografie ergänzt wurden. Zunächst hätte die Regel die Auszahlung von 42 Milliarden US-Dollar des Broadband Equity, Access, and Deployment (BEAD)-Programms, das von der National Telecommunications and Information Administration (NTIA) geleitet wird, gefährdet. Dieses Programm unterstützt Bundesstaaten bei der Ausbauinfrastruktur zur Erweiterung des Hochgeschwindigkeitsinternets. Die revidierte Version bedrohte nur 500 Millionen US-Dollar an KI-Fördermitteln. Wäre der Vorschlag verabschiedet worden, hätten Bundesstaaten ihre bestehenden KI-Gesetze zwar nominell behalten, aber deren Durchsetzung wäre ohne KI-Fördermittel praktisch unmöglich geworden. Dies hätte zu einem ungleichmäßigen Regelungsrahmen geführt: Einige Bundesstaaten hätten umfassende Gesetze, aber keine Mittel zur sicheren KI-Entwicklung, während andere keine Regulierung hätten, aber über ausreichende Finanzierung verfügen würden. Jonathan Walter, Senior Policy Adviser beim Center for Civil Rights and Technology der Leadership Conference, betonte die Notwendigkeit, dass Bundes- und Landesregierungen das Recht haben, ihre Bürger vor schädlichen Technologien zu schützen und Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen. Adam Billen, Vizepräsident für öffentliche Angelegenheiten bei Encode, einem in Washington, D.C. ansässigen Verantwortungsbündnis für KI, feierte den Senatsbeschluss als bedeutenden Sieg für die Verantwortungsbewegung. Er berichtete in einem LinkedIn-Post, dass 40 Generalstaatsanwälte, 14 Gouverneure, 260 Landesparlamentarier aus allen 50 Bundesstaaten sowie zahlreiche Organisationen zusammenarbeiteten, um die Bestimmung zu entfernen. Selbst die Hauptverfasser des Vorschlags stimmten am Ende für seine Streichung. Die Bundesregierung unter Präsident Biden hatte bereits erste Schritte unternommen, um KI zu regulieren, was dazu geführt hat, dass mehrere Bundesstaaten eigene KI-Gesetze einführen wollten. Die Trump-Regierung hat jedoch seit Januar in ihrer zweiten Amtszeit mehrere Sicherheitsinitiativen und Testpartnerschaften des Biden-Regimes aufgehoben, die US-KI-Sicherheitsbehörde in ein „pro-Innovation, pro-Wissenschaft“-Zentrum für KI-Standards und -Innovationen umgewandelt und die KI-Forschungsförderung gekürzt. Chas Ballew, CEO von Conveyor, einem Anbieter von KI-Agenten und ehemaliger Pentagon-Regulierungsanwalt, warnte vor einem „gefährlichen regulatorischen Vakuum“, das Unternehmen ein Jahrzehnt lang freie Hand geben würde, potenziell schädliche KI-Systeme ohne Überwachung einzusetzen. Er betonte, dass es bereits konkrete Schäden durch KI gibt, insbesondere in Bereichen wie Personalwesen, Einstellung, Finanzanwendungen und Hypothekenraten, wo KI-Systeme oft voreingenommen und rassistisch handeln. Die Entfernung der Sperre ermöglicht es nun den Bundesstaaten, ihre individuellen KI-Regulierungen durchzusetzen, was für viele Vertreter der Verantwortungsbewegung eine notwendige Maßnahme ist. AI-Unternehmen bevorzugen zwar eine einheitliche Bundesregulierung, da dies den Compliance-Verpflichtungen einfacher macht, aber die Unterschiede zwischen den Bundesstaaten in Bezug auf KI-Regulierung spiegeln die verschiedenen Ansätze wider, die sie zu grundlegenden Themen wie Arbeitsrecht, Verbraucherschutz, Datenschutz und Bürgerrechten haben. Ballew argumentiert, dass „eine Vielfalt an Regulierungssystemen“ die Accountability fördert, da staatliche und lokale Beamte den direkt Betroffenen am nächsten stehen. Die Trump-Administration ist geplant, ihre KI-Politik am 22. Juli bekannt zu geben. Bis dahin befindet sich das Land in einem Zustand der Unsicherheit, was die KI-Regulierung angeht. Dies hat dazu geführt, dass mehrere Bundesstaaten eigene KI-Gesetze eingeführt oder vorgeschlagen haben. Die Unsicherheit und die Vage Formulierung der ursprünglichen Sperre hätten auch die Überwachung nicht-KI-basierter Automatisierungen beeinträchtigt, einschließlich Versicherungsalgorithmen, autonomer Fahrzeugsysteme und Modelle, die die Kosten für die Versorgung der Bevölkerung bestimmen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entfernung der KI-Sperre eine wichtige Barrierenabbau für die Verantwortungsbewegung darstellt und den Bundesstaaten die Möglichkeit gibt, ihre Bürger vor potenziellen Gefahren der KI zu schützen. Auch wenn die Federale Regierung noch unscharf in ihrer KI-Politik ist, zeigt dieser Beschluss, dass das Parlament die Bedeutung lokaler Regulierung erkennt und die Notwendigkeit akzeptiert, Unternehmen bei der Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien zu kontrollieren.

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