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Händler senken Preise für neue AMD- und Intel-Server-CPU um bis zu 50 %

Händler in den USA schneiden die Preise für die neuesten AMD EPYC 9005-Serie- und Intel Xeon 6 Performance-Serie-Server-CPUs um bis zu 50 Prozent – eine unerklärte Preisdruckentwicklung, die auf dem Markt für Datenzentrum-Prozessoren auffällt. Trotz fehlender offizieller Preisreduzierungen von AMD und Intel werden die High-End-Chips in Einzelhandelskanälen deutlich unter den empfohlenen Kundenpreisen (RCP) angeboten. So wird der AMD EPYC 9965 (192 Kerne) bei ShopBLT für 9.713 US-Dollar verkauft, was rund 35 Prozent unter dem Direktkundenpreis von 14.813 Dollar liegt. Ähnlich stark sind die Rabatte bei anderen Modellen: Der 72-Kern-EPYC 9565 kostet 5.728 Dollar – 45 Prozent weniger als der offizielle Preis. Auch ältere EPYC 9004-Serie-Modelle werden deutlich reduziert angeboten. Bei Intel zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Spitzenmodell Xeon 6980P (128 Kerne) ist für 5.166 Dollar erhältlich – ein Preisverfall um 53 Prozent gegenüber dem RCP von 12.460 Dollar. Der Xeon 6972P (96 Kerne) wird für 4.789 Dollar angeboten, der Xeon 6960P (72 Kerne) für 4.511 Dollar. Selbst der Vorgängermodell Xeon 8592+ (64 Kerne) wird für nur 2.280 Dollar angeboten – ein Fünftel des ursprünglichen RCP. Diese Preise gelten nicht für Einzelkäufe, sondern für Großabnehmer, doch die Tatsache, dass diese Preise über Retail-Plattformen wie Newegg und ShopBLT zugänglich sind, wirft Fragen auf. Experten vermuten zwei Hauptursachen: Erstens, intensiver Wettbewerb zwischen AMD und Intel im Datenzentrum-Markt. AMDs hohe Kernzahlen bei den EPYC 9005-Serien zwingen Intel, die Preise zu senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig setzt AMD auf Preisdumping, um Kunden bei Hyperscalern und Unternehmen zu halten, die traditionell eher zu Intel tendieren. Zweitens könnte eine temporäre Überproduktion vorliegen. Beide Hersteller produzieren massiv, um Marktanteile zu sichern. Wenn die Nachfrage von OEMs und Cloud-Anbietern nicht mit der Produktionskapazität Schritt hält, könnten Distributoren überschüssige Lagerbestände über den Einzelhandel absetzen – mit tiefen Rabatten, um Volumen zu generieren. Obwohl solche Preisunterschiede bei Großkunden normal sind, ist die Verfügbarkeit solcher Rabatte im offenen Einzelhandel ungewöhnlich. Die Hersteller haben bisher keine Erklärung abgegeben. Die Situation deutet auf eine strategische Preisstrategie hin, die sowohl durch Wettbewerbsdruck als auch durch Lagerdynamik beeinflusst wird. Für Käufer könnte dies eine seltene Gelegenheit sein, hochleistungsfähige Server-CPUs zu erheblich reduzierten Preisen zu erwerben – doch ob die Angebote langfristig stabil bleiben, bleibt ungewiss. Industrieanalysten sehen in der Entwicklung eine mögliche Verlagerung der Preisstrategie hin zu aggressiverem Marktdurchdringung. „Wenn die Preise so stark sinken, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass die Hersteller bereit sind, Gewinne zu opfern, um Marktanteile zu gewinnen – besonders im AI-bedingten Serverboom“, sagt ein Experte von TechInsights. AMD und Intel sind weiterhin führende Player im Server-Chip-Markt, doch die aktuelle Preispolitik zeigt, dass der Wettbewerb härter denn je ist.

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