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Opera revolutioniert das Web: Agenter Browser kauft Blumen autonom

Im März 2025 präsentierte Opera auf der Mobile World Congress in Barcelona weltweit das erste agente Webbrowser – einen selbstständig agierenden KI-System, der nicht nur Inhalte abruft, sondern komplexe Aufgaben autonom erledigt, einschließlich des Kaufs physischer Produkte. Der Höhepunkt kam im April in Lissabon: Auf einer Live-Präsentation steuerte der Opera Browser Operator eine Bestellung für Blumen bei einem portugiesischen Floristen – inklusive Sprachübersetzung, Navigation über eine fremdsprachige Webseite, Zahlungsabwicklung und Lieferung – alles ohne menschliche Eingriffe. Dieser Moment markierte den Beginn einer neuen Ära: Web 4.0, die „Agente Web“-Ära, in der Browser nicht mehr nur passive Tools sind, sondern aktive digitale Assistenten. Der Schlüssel zu Opers Erfolg liegt in seiner tiefen Integration in die DOM-Schicht (Document Object Model) des Webbrowsers. Anders als Konkurrenten, die Bildschirmfotos analysieren (wie etwa Perplexity oder frühe Google-Prototypen), nutzt Opera direkten Zugriff auf die Struktur der Webseite. Dies ermöglicht extrem schnelle, präzise Interaktionen – ohne Latenz durch Bildverarbeitung – und macht den Browser in der Lage, komplexe Abläufe wie Formulare auszufüllen, Klicks zu simulieren oder sich durch mehrere Schritte einer Bestellung zu navigieren. Die Architektur ist somit nicht nur schneller, sondern auch robuster gegenüber dynamischen Webseiten. Im Vergleich zu OpenAI, das mit seinen Browser-Tools wie GPT-4o eine ähnliche Vision verfolgt, und Google, das an einer KI-Integration in Chrome arbeitet, setzt Opera auf eine vollständige Browser-Integration statt auf externe APIs. Perplexity hingegen basiert stark auf Suchmaschinen-Optimierung, während Opera auf agiertes Handeln abzielt – nicht nur Informationsbeschaffung, sondern auch physische Realwelt-Interaktion. Doch mit dieser Macht kommt auch Risiko. Die Fähigkeit, ohne Zustimmung selbstständig auf Webseiten zu agieren, stellt neue Datenschutz- und Sicherheitsbedenken auf. Angreifer könnten einen agierten Browser missbrauchen, um Zahlungen vorzunehmen, Daten zu extrahieren oder Identitäten zu übernehmen. Die Verantwortung liegt nun nicht mehr nur beim Nutzer, sondern auch beim KI-System – und die Transparenz über dessen Entscheidungsprozesse bleibt bislang begrenzt. Industrieexperten sehen in Opers Durchbruch eine tiefgreifende Transformation der Mensch-Computer-Interaktion. „Wir bewegen uns weg von der Steuerung hin zur Kooperation mit intelligenten Systemen“, sagt Dr. Lena Weber, KI-Experte am Fraunhofer Institut. „Der Browser wird zum digitalen Handlungsagenten – und das verändert nicht nur, wie wir online einkaufen, sondern auch, wie wir Vertrauen in digitale Systeme aufbauen.“ Opera, ursprünglich als Navigations-Tool für das Internet der 1990er gegründet, positioniert sich nun als Vorreiter der agierten Web-Ära. Mit einer wachsenden KI-Community und Partnerschaften mit E-Commerce-Plattformen könnte das Unternehmen nicht nur einen neuen Standard setzen, sondern die Grundlage für eine neue Generation von digitalen Dienstleistungen legen. Die Zukunft des Internets ist nicht nur intelligent – sie handelt selbst.

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