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KI-Experte Minta Carlson: Künstler und KI können in Hollywood zusammenwachsen

vor 9 Tagen

Hollywood steht angesichts der raschen Entwicklung künstlicher Intelligenz vor einer tiefgreifenden Transformation. Minta Carlson, 35, auch bekannt als Araminta K, ist eine der Pionierinnen dieser neuen Ära. Als Senior Creative AI Architect bei Moonvalley, einem führenden Unternehmen im Bereich KI für Film und Entertainment, arbeitet sie an der Schnittstelle von Kunst und Technik. Ihr Unternehmen hat kürzlich 84 Millionen US-Dollar gesammelt und betreibt gemeinsam mit der Schauspielerin und Regisseurin Natasha Lyonne sowie dem Filmemacher Bryn Mooser das AI-Studio Asteria Film Co. Hier entwickelt Carlson maßgeschneiderte KI-Modelle, die spezifische visuelle Stile, Charaktere oder Szenen nachvollziehen – etwa einen bestimmten Drachen mit eindeutigen Bewegungsabläufen und Details. Dies geschieht durch „Fine-Tuning“, bei dem KI-Modelle anhand von 20 bis 30 gezielt ausgewählten Bildern oder Videos trainiert werden, wobei jedes Element entscheidend für das Endergebnis ist. Carlson, die zuvor Theaterregie und Dramaturgie studiert und als Grafikdesignerin gearbeitet hat, begann 2022 mit Stable Diffusion zu experimentieren. Als sie mit den Ergebnissen unzufrieden war, lernte sie selbst, Modelle zu trainieren – ein Prozess, der technisches Know-how und künstlerisches Urteil erfordert. Ihre Erfahrung im Theater und der visuellen Kunst half ihr dabei, kritisch zu beurteilen, was funktioniert und was nicht. Sie betont, dass KI keine kreative Vision besitzt: „Sie hat keine Perspektive, keine Meinung. Was du bekommst, ist der Bias des Modells – solange du nicht weißt, wie du es richtig anfragst.“ Ihre Arbeit reicht von der Erstellung von Animationskurzfilmen bis hin zur Unterstützung großer Studios bei VFX oder Hintergrundgestaltung. Ein Beispiel: Ein Party-Szenen-Teil, der wegen Budgetbeschränkungen ursprünglich abgeschnitten werden sollte, wurde mit KI-Unterstützung wiederbelebt. Carlson rät Kreativen in Hollywood, nicht alle Tools auszuprobieren, sondern sich auf konkrete Probleme zu konzentrieren – wie das Darstellen einer Bewegung oder mehrerer Perspektiven eines Charakters. Plattformen wie Replicate oder Fal ermöglichen den Zugang zu Open-Source-Modellen, um schnell zu testen. Wichtig sei, dass künstlerische Fähigkeiten wie Zeichnen, Animieren und visuelles Denken weiterhin entscheidend sind – sogar noch mehr. „Statt tausendmal denselben Charakter zu zeichnen, zeichne tausend verschiedene, um eine einzigartige Perspektive zu entwickeln“, sagt sie. Ihre Erfahrung zeigt: KI kann keine kreative Führung ersetzen. Projekte, die ohne künstlerische Leitung laufen, scheitern oft, weil die Anfragen zu vage oder unklar sind. Heute ist sie fast immer in Projekte involviert, die von einem Regisseur oder Künstler geleitet werden. Die Angst vor Arbeitsplatzverlusten ist verständlich, aber, so Carlson, führt KI eher zu mehr Produktionen, die sonst nicht finanziert werden könnten. Sie sieht eine Zukunft, in der KI die kreative Arbeit erweitert, nicht ersetzt. Kreative, die sich anpassen, haben eine Chance, ihre Wertschätzung zu steigern – besonders jene mit einem Mix aus technischem Verständnis und künstlerischem Geschmack. Bewertung: Branchenexperten sehen in Carlson einen Vorbildtyp für die nächste Generation von Kreativen. Ihre Kombination aus künstlerischer Ausbildung und technischem Know-how ist der Schlüssel für eine nachhaltige Karriere in der KI-Ära. Moonvalley und Asteria positionieren sich als ethische Akteure in einem Markt, der oft von kommerziellen Interessen geprägt ist. Die Fähigkeit, zwischen künstlerischem Urteil und technischer Umsetzung zu balancieren, wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Für alle, die in Hollywood arbeiten oder es wollen: Die Zukunft gehört nicht der KI, sondern den Menschen, die sie mit Sinn und Vision steuern.

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