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Hollywoods AI-Boom 2025: Hype statt Qualität

2025 wurde für Hollywood zum Jahr des tiefen Einbruchs künstlicher Intelligenz – doch die Ergebnisse blieben enttäuschend. Während KI bereits seit Jahren in der Postproduktion eingesetzt wurde, etwa zur De-Aging von Schauspielern oder zum Entfernen von Grünfilmen, setzte 2025 ein neuer Trend ein: die massenhafte Nutzung von generativer KI für die Erstellung von Text-zu-Video-Inhalten, die vor allem für Memes, nicht aber für professionelle Produktionen taugten. Trotz gigantischer Investitionen und Hype blieb bislang jede KI-Produktion ohne überzeugendes Ergebnis, das die Erwartungen rechtfertigte. Die Branche stand vor einem Dilemma: Anfangs drohten Studios wie Disney, Universal und Warner Bros. Discovery mit Klagen gegen KI-Unternehmen, da deren Modelle auf urheberrechtlich geschütztem Material trainiert worden waren. Doch anstatt zu kämpfen, entschieden sich einige der mächtigsten Akteure für eine Kooperation. So schloss Disney im Dezember eine dreijährige, milliardenschwere Lizenzvereinbarung mit OpenAI, die Nutzern von Sora erlaubt, Videos mit über 200 Charakteren aus Star Wars, Marvel und anderen Franchises zu erstellen. Parallel dazu setzten sich kleinere, ambitionierte Startups wie Asteria – gegründet von Natasha Lyonne mit Fokus auf ethisch entwickelte KI-Modelle – und Showrunner, ein von Amazon unterstütztes Tool, das Nutzern ermöglichte, aus wenigen Texteingaben „Shows“ zu generieren, durch. Doch die Ergebnisse waren oft klischeehaft, technisch brüchig und ästhetisch minderwertig – vergleichbar mit den alten JibJab-Kartoons. Showrunner wurde schnell zum Symbol für die Gefahr einer überzogenen KI-Optimierung: Der Anspruch, Produktionen zu beschleunigen und Kosten zu senken, ging auf Kosten von Qualität und Authentizität. Amazon zeigte dies besonders deutlich, als es Anime-Serien mit maschinell generierten Untertiteln und Stimmen veröffentlichte, die oft falsche Dialoge, fehlerhafte Szenenübergänge und unpassende Emotionen enthielten. Die automatisierten Serien-Recaps waren ebenso ungenau wie die Dubs, was zu einem öffentlichen Rückzug führte – ohne jedoch die Absicht zu widerrufen, solche Technologien weiter zu testen. Netflix stellte sich als erster großer Streamer offen hinter die KI-Entwicklung, nachdem es die Technologie für Spezialeffekte in einer Originalserie eingesetzt hatte. Es veröffentlichte Leitlinien für Partner, die KI nutzen wollten, betonte aber, dass der Hauptgrund die Kostensenkung bei VFX sei. Amazon folgte mit einer Reihe von KI-generierten Anime-Serien, die nicht nur schlecht lokalisiert, sondern auch inhaltlich fehlerhaft waren. Die Fehlschläge offenbarten, dass einige Studios die Grenzen der Technologie unterschätzten und glaubten, die Öffentlichkeit würde es nicht bemerken. Zusammenfassend zeigt 2025, dass Hollywood die KI nicht nur akzeptiert, sondern aktiv fördert – oft ohne ausreichende Qualitätskontrolle. Die Botschaft an die Branche ist klar: Wer nicht mitzieht, riskiert, zurückzubleiben. Doch die Folge könnte eine Überflutung mit minderwertigem, künstlichem Content sein, der die kreative Integrität der Unterhaltungsindustrie gefährdet. Die KI ist nicht mehr nur ein Werkzeug – sie wird zur Strategie. Und die Frage ist, ob die Zuschauer diese „Slop-Era“ wirklich wollen.

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