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Weniger Americans vertrauen KI-Ergebnissen

Die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) in den USA wächst stetig, doch das öffentliche Vertrauen in die Technologie schwindet gleichzeitig. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Quinnipiac University wenden sich immer mehr Amerikaner KI-Tools für Forschung, Schreiben, Schul- oder Arbeitsprojekte sowie Datenanalysen zu, bleiben jedoch skeptisch. Von fast 1.400 Befragten gaben mehr als drei Viertel an, dass sie der KI selten oder nur gelegentlich vertrauen. Nur 21 Prozent vertrauen KI-generierten Informationen meist oder fast immer. Gleichzeitig ist die Nutzungsrate gestiegen: Während im April 2025 noch 33 Prozent der Befragten angaben, KI niemals genutzt zu haben, ist dieser Anteil nun auf 27 Prozent gesunken. Professor Chetan Jaiswal von der Quinnipiac University beschreibt diesen Widerspruch zwischen hoher Nutzung und niedrigem Vertrauen als auffällig. Zwar nutzen 51 Prozent der Befragten KI zur Forschung, doch nur ein kleiner Teil vertraut den Ergebnissen. Die Skepsis wird auch durch Zukunftsängste gespeist. Nur sechs Prozent der Befragten sind von den Entwicklungen der KI begeistert, während 62 Prozent entweder nicht begeistert oder gar nicht begeistert sind. Umgekehrt zeigen 80 Prozent Besorgnis über die Zukunft der Technologie. Besonders Millennials und Babyboomer sind beunruhigt, gefolgt von der Generation Z. Eine Mehrheit von 55 Prozent ist der Meinung, dass KI im Alltag mehr Schaden als Nutzen anrichten wird. Diese negativen Einstellungen haben im Vergleich zum Vorjahr zugenommen, was möglicherweise auf Massenentlassungen in der Tech-Branche, Berichte über psychische Probleme durch KI-Nutzung und den enormen Energiebedarf von Rechenzentren zurückzuführen ist. Zwei Drittel der Amerikaner lehnen den Bau von KI-Rechenzentren in ihrer Nachbarschaft ab, primär wegen des hohen Strom- und Wasserverbrauchs. Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden als bedrohlich empfunden: 70 Prozent glauben, dass KI-Fortschritte zu Arbeitsplatzverlusten führen, während nur sieben Prozent von mehr Chancen ausgehen. Besonders pessimistisch ist die Generation Z, bei der 81 Prozent einen Rückgang der Stellen erwarten. Studien zeigen zudem, dass Einsteigerstellen in den USA seit 2023 um 35 Prozent zurückgegangen sind. Interessanterweise machen sich die meisten Menschen Sorgen um den Arbeitsmarkt im Allgemeinen, trauen aber nicht zu, dass sie selbst ihre Jobs verlieren werden. Von den aktuell Beschäftigten sind nur 30 Prozent besorgt, durch KI ihren Arbeitsplatz zu verlieren, was zwar einen Anstieg gegenüber 21 Prozent im letzten Jahr darstellt, aber dennoch zeigt, dass die Sorge vor den makroökonomischen Folgen größer ist als die persönliche Angst vor dem eigenen Berufsverlust. Ein wesentlicher Grund für das mangelnde Vertrauen liegt in der Transparenz der Anbieter. Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass Technologieunternehmen nicht genug über ihren KI-Einsatz offenlegen. Derselbe Prozentsatz kritisiert, dass die Regierung zu wenig reguliere. Diese Haltung entsteht vor dem Hintergrund eines politisch zerrissenen Feldes, in dem Bundesbehörden und Industrie eine Regulierung auf Bundesebene bevorzugen, während einzelne Staaten ihre eigene Hoheit wahren wollen. Professor Tamilla Triantoro fasst zusammen: Die Amerikaner lehnen KI nicht pauschal ab, senden aber eine deutliche Warnung. Es herrsche zu viel Unsicherheit, zu wenig Vertrauen, zu wenig Regulierung und zu große Angst vor den Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt.

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